Gavia und Mortirolo — 2 Pässe in der Lombardei — ein “Muss” für jeden Rennradfahrer

TATSÄCHLICH und WAHRSCHEINLICH. Tatsächlich ist er der zweithöchste Passübergang der Zentralalpen und wahrscheinlich ist der Anstieg von der Südrampe eine der schönsten Passfahrten den es in den Alpen gibt – der Gaviapass 2618m!

RELATIV und ABSOLUT. Relativ nieder ist die Passhöhe mit seinen 1852 HM, doch er zählt absolut zu den schwersten Übergängen den es im Alpenraum zu bezwingen gibt – der Mortirolopass!

…aber der Reihe nach: die vorletzte Ausfahrt des RCO führte uns weit in die Lombardei. Nach einer mehr als 3 stündigen Autofahrt parkten wir im Örtchen Incudine/ Provinz Brescia ein. Die 2 „Großen“ standen auf unserem Plan – jeder der Beiden einzigartig.

Vom unbekannten Dörfchen Incudine, fuhren wir uns „ostwärtstretend“ Richtung Ponte di Legno warm. Dort die Abzweigung zum Juwel im „Nationalpark Stilfser Joch“ – dem Gavia Pass. Wir waren uns alle einig und auch die verschiedenen Internetforen spiegeln es wieder, diese Auffahrt gehört zu den absolut schönsten die es für Rennradler zu bewältigen gibt. Traumhafte Panoramablicke, herrliche Gebirgsseen, 1400Hm (von Ponte di Legno bis zum Pass), 15 Kehren und nicht zuletzt perfekter Asphalt ließen unsere Herzen höher schlagen – die lange Anreise hat sich dafür schon gelohnt! Oben im Rifugio, gab es dann einen Genuss-Macciatto und viel zu schauen ‑unzählige Fotodokumente tapezieren den Innenraum des Lokales – Bilder von den vielen  Giro Italia Etappen die über den Gavia führten!

Abwärts rollten wir fast bis nach Bormio – kurzes „Zielhang – Sightseeing“ der berühmt berüchtigten Stelvio Piste- die jährlich stattfindende Weltcup-Abfahrt zählt zu den schwierigsten und gefährlichsten Abfahrten der Welt!

Von Bormio ging´s relativ unspektakulär Richtung Süden bis zum Ort Mazzo, ….aber dann! Ja ok, wir waren vorgewarnt, hier ging die Post ab! Trotzdem ein „Muss“ für jeden Rennradfahrer: 1300HM, Durchschnittssteigung 11–12%, „Schnapperlin“ auch steiler! Vom Landschaftsgenuss her eher mittelmäßig (90% im Wald), von der Anstrengung bzw. „persönlichen Auslastung“ enorm. Bei Kehre 14 dann das bekannte Pantanidenkmal, nicht jeder von uns konnte es sehen – zu fixiert und konzentriert waren die Blicke auf das eigene Treten bei dieser Steigung. Gott sei Dank haben wir das Denkmal bildlich festgehalten!!  😉  Die Passhöhe selbst dann auch unspektakulär, kein Rifugio zum Einkehren, so machten wir es uns einfach in der Wiese gemütlich. Erfrischung gab´s  etwas weiter unten – der Radler und das Cola schmeckte ausserordentlich gut! Die Talfahrt Richtung Monno, war gut zum Erholen und somit auch gerade recht das Ende unserer Tour zu genießen!

Wir rollten geradewegs in den Kofferraum unserer Autos und traten mit einer Pause in Cles die lange Heimfahrt an. Das war für heuer die letzte planmäßige Reise über den Brennerpass.

Wer war dabei?  „Leider“ nur 5 hatten für diese tolle Rundfahrt Zeit-der Rest hat etwas versäumt!

Gritsch Othmar, Lorenz Horst, Wegscheider Michael, Riegler Hans, Haider Klaus.

120 Kilometer / 3250 Höhenmeter


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