Manni Kuen und Reinhard Hurth-zwei Extreme-am Rad bzw. per pedes

Heute berichten wir von unseren zwei Ausdauerathleten Manfred Kuen und Reinhard Hurth.

Beide stellten sich am 28.07.2018 Bewerben, die in die Kategorie “hochintensiv” fallen.

Zum einen: Manfred bei der 12h Mountainbike-Weltmeisterschaft in Dießen und zum anderen: Reinhard beim Redbull K3 Vertical Berglauf in Susa/Italien — ein Berglauf über 3000 (!!) Höhenmeter.

Es war Reinhards bisher sein extremstes Vertical — ein Berglauf über 3.036 Höhenmeter auf einer Länge von nur 9,7 km. Von Susa in Italien, Seehöhe 502m, bis zum höchsten Punkt unterhalb der Madonna-Statue auf den 3.538m hohen Rocciamelone. Der Start erfolgte im historischen Zentrum von Susa und erst nach ca. 2 km Asphalt und sogar kurzen Bergab-Passagen kam es, nachdem der Erste die Startlinie erreichte, zur Zeitnehmung für alle. Enormer Nachteil für Reinhard als “Langsamstarter” (bis er zum eigentlichen Start kam, war er schon ca. 3 min. im Rückstand und auf dem engen Steig waren nur mühsame Überholmanöver möglich). Lt. Reglement war es notwendig, zu diesem Bewerb gewisse Vorgaben bzw. Limits zu erfüllen. Ein für diesem Bewerb eigens notwendiges, spezielles ärztliches Gesundheitszertifikat und die Zeitlimits: 1.180 Höhenmeter müssen unter 1 1/2 h bewältigt sein und 2.330 Höhenmeter unter 2 1/2 h. Die tropische Hitze und diese strengen Limits trugen dazu bei, dass von ca. 450 Startern nur 228 (183 Herren und 45 Damen) das Ziel erreichten. Mit einer Zeit von 2 Stunden 41 Minuten und 33 Sekunden wurde Reinhard hervorragender 38. in der Männerklasse (insgesamt). Da dieser Bewerb zur Weltmeisterschaft im Vertical zählte, gab es keine Altersklassen. Hätte es diese gegbene, wäre er  in der Mastersklasse Zweiter geworden, denn nur ein 68iger Jahrgang lag knapp vor ihm.

Mit dem Wissen, dass ca. 1.800 Höhenmeter anschließend abgestiegen werden müssen, da der Shuttledienst ins Ziel erst ab ca. 1.700m möglich war, mussten im Ziel noch ausreichend Kraftreserven vorhanden sein. Zudem kein Kleidertransport und bei einem Temperaturunterschied vom Start ins Ziel von ca. 25 Grad, war die Mitnahme von zumindest einer Jacke verpflichtend!  Bei uns würde sich kein Veranstalter trauen, solch einen Wettkampf zu veranstalten. Ein Vertical mit diesen Höhenmetern ist bei uns auch nicht möglich.

Es gibt sogar eigene Ergebnislisten von denen, die bei den beiden Zeitlimit-Messstellen aufgeben mussten. Nicht einmal eine Sekunde wurde toleriert. Einige erreichten nicht einmal diese Messpunkte.

Diese tropische Hitze verhinderte auch einen neuen Streckenrekord. Der Sieger war mit 2 h 06 min. ca. 8 min. langsamer als im Vorjahr.

Ergebnislisten findet man hier: https://sv-oberperfuss.at/rad/files/2018/08/194553_IST6ZG048C.pdf

Der 12h Mountainbike-Marathon war für Manfred bereits sein zweites Antreten in Dießen. Wie es ihm dabei ging, hat er hier selbst geschildert:

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Das 12h MTB Rennen im Oberbayerischen Dießen am Ammersee, was auch gleichzeitig die Europameisterschaft im Mountainbike ist, war zum zweiten Mal nach 2016 in meinem Rennkalender. Bei bestem Wetter war am Samstag dem 28.7. 2018 Punkt 8.00 Uhr Start. Es galt so oft wie möglich, den 8 Kilometer und 160 Höhenmeter Rundkurs in 12 Stunden zu bewältigen. Die Anfangs vermeintlich lockere und anspruchslose Runde entwickelte sich Runde für Runde zur immer größeren Herausforderung. Der sogenannte “Wurzeltrail” einer der Schlüsselstellen schüttelte einen 12 Stunden lang die Energie aus dem Körper und einmal unkonzentriert wurde er zur Sturzfalle.

Für mich war es dieses mal enorm hart. Die ersten 5–6 Stunden im “roten Bereich”, denn Erholung gab es in den kurzen technischen Abfahrten nicht. Mein Ziel: bei meinem letzten Rennen für dieses Jahr nochmal so richtig Gas zu geben. Schön langsam konnte ich mich von hinten vorarbeiten und Platz um Platz aufholen. Lydi und Pepe versorgten mich wieder “all inklusive” und schließlich ging es sogar in meiner Altersklasse ums Stockerl. Rundenzeiten um die 20 Minuten verlangten eimem alles ab. Schlussendlich hat es gereicht, mit 35 Runden, entspricht etwa 280 Kilometer und 5600 Höhenmeter, Platz 7 in der Gesamtwertung und Platz 3 in der Altersklasse M1 für den RC Oberperfuss.

Das als 12h MTB Eurpameisterschaft ausgeschriebene Rennen, hielt ich schon etwas übertrieben, wobei in meiner Klasse, Sieger kein geringerer wie Extremsportler Marcel Knaus aus Liechtenstein, vor Deutschland und Österreich…

Alles in allem eine super Veranstaltung mit familiären Flair, was die Bayern da zum 6 mal auf die Beine stellten.

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DER RCO GRATULIERT VON HERZEN zu diesen aussergewöhnlichen Leistungen!

 

Natürlich hat Manfred auch ein paar lässige Bilder geliefert…

 


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